Über mich

Die Faszination für das Universum begleitet mich schon seit meiner Kindheit. Die Bewegung des Mondes und der Blick an den winterlichen Himmmel mit dem Sternbild Orion weckten meine Neugier und führten später zu den ersten fotografischen Experimenten mit der analogen Kamera meines Großvaters.

Aus diesen Anfängen entstand eine Leidenschaft, die mich vom ersten 8-Zoll-Teleskop über die Astrofotografie während meines Studiums bis hin zu Projekten unter dem namibischen Himmel führte. Ein besonderer Meilenstein war der Aufbau des Chamäleon Observatory in Namibia, wo ich die Möglichkeit hatte, regelmäßig unter einem der dunkelsten Himmel der Welt zu fotografieren.

Heute arbeite ich als Softwareentwickler und habe mit dem Gemsbock Observatory meinen Traum einer eigenen Remotesternwarte verwirklicht. So kann ich meine Begeisterung für Astronomie mit moderner Technik kombinieren und auf viele Jahre Erfahrung in der Astrofotografie zurückblicken.


Mein astrofotografischer Werdegang

Erste Schritte in der Astronomie
Schon als Kind im Erzgebirge war ich fasziniert vom Sternenhimmel. Der Anblick des Mondes und das markante Sternbild Orion weckten früh meine Neugier. Mit der alten analogen Kamera meines Großvaters entstanden meine ersten Aufnahmen von Mond und Sternfeldern, soweit es ohne Nachführung möglich war.
Mein erstes Teleskop war ein 8-Zoll-Meade LX10, mit dem ich durch ein schwenkbares Dachfenster in meinem Kinderzimmer visuell viele Objekte beobachtet habe. Der Traum von eigenen Astrofotos wuchs weiter, auch inspiriert durch viele Bücher, insbesondere das Handbuch der Astrofotografie von Bernd Koch.

Frühe Deep-Sky-Aufnahmen
Während meines Geodäsie-Studiums an der TU Dresden hatte ich die Gelegenheit, mit dem 60 cm-Teleskop und einer modernen CCD-Kamera der Universität zu arbeiten. Neben meiner Diplomarbeit zum Thema Exoplanetentransits entstanden erste Deep-Sky-Aufnahmen, die zum eigentlichen Start meiner astrofotografischen Reise wurden.

Mein Weg nach Namibia
Nach dem Studium arbeitete ich als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Bereich Lunar Laser Ranging an der Leibniz Universität in Hannover. In dieser Zeit lernte ich Wolfgang Paech kennen, einen astronomischen Weggefährten und Freund, der meinen weiteren Werdegang stark prägte. Gemeinsam realisierten wir 2013 den Aufbau des Chamäleon Observatory auf der Onjala Lodge in Namibia, für mich der entscheidende Meilenstein.
Parallel dazu erweiterte ich meine Ausrüstung (C11 EdgeHD mit Hyperstar, Skywatcher Esprit 80ED, TS Photoline 130 mm). Viele Aufnahmen entstanden vom Balkon meiner Wohnung in Hannover, zunehmend aber auch aus Namibia, denn der dunkle Himmel dort war durch nichts zu ersetzen.

Eigene Remote-Sternwarte
Nach meiner Promotion in Hannover führte mich mein Weg in den Süden Deutschlands, wo ich heute bei Bosch eBike Systems als Softwareentwickler arbeite. Die Astrofotografie ist immer noch ein wichtiger Teil meines Lebens, vor allem durch die ästhetisch ansprechende Bearbeitung der Aufnahmen aus Namibia.
2024 habe ich mir mit dem Gemsbock Observatory einen lang gehegten Traum erfüllt: eine eigene, vollständig remote betriebene Sternwarte. Damit schließt sich für mich ein Kreis, von der ersten Faszination der Himmelsobjekte in den Büchern meiner Kindheit hin zur eigenen Astrofotografie unter dunklem Himmel.